In unserer von Technologie geprägten Zeit , in den Innovationen das Ruder übernehmen, entfaltet die Künstliche Intelligenz (KI) ihre transformative Kraft. Besonders im Zentrum des Lean Thinking , einem Ansatz, der darauf abzielt, den Kundennutzen zu maximieren und Verschwendung zu minimieren, steht eine echte Revolution bevor. Die sieben Säulen des Lean Managements rücken den „Wert“ stets ins Zentrum.
Doch mit dem Vormarsch der KI stellt sich eine zentrale Frage: Wie radikal verändert KI unser bisheriges Verständnis von Wertschöpfung?
KI & die Neudefinition von Muda (Verschwendung)
Seit vielen Jahren wurden Aufgaben, die nicht direkt wertschöpfend waren, als „unvermeidbare“ Verschwendung betrachtet, z.B. weil sie notwendig waren, um gesetzliche oder normative Anforderungen zu erfüllen. Künstliche Intelligenz hat diese Sichtweise jedoch radikal verändert. Viele dieser Prozesse, die einst als unerlässlich galten, können durch den Einsatz von KI entweder vollständig eliminiert oder erheblich optimiert werden. KI beseitigt nicht nur bestehende Verschwendung, sondern fordert uns auch heraus, unsere Definition von Verschwendung zu überdenken.
Die 8 Arten der Verschwendung im Licht der KI
Im Lean Management rücken die acht Arten der Verschwendung, symbolisiert durch TIMWOODS, stets in den Vordergrund.
TIMWOODS
T – Transport (Transport)
I – Inventory (Bestände)
M – Movement (Bewegung)
W – Waiting (Warten)
O – Overproduction (Überproduktion)
O – Overengineering (Übertechnisierung)
D – Defects (Fehler)
S – Skills: Mangelnder Informationsfluss, begrenzte Ideenvielfalt und ungenutztes Potenzial im Wissen und in der Kreativität.
Besonders das „S“ für Skills sticht hervor, definiert durch mangelnden Informationsfluss, begrenzte Ideenvielfalt und ungenutztes Potenzial in Wissen und Kreativität. In unserer digitalen Ära bedeutet das Ignorieren von KI oder ein Mangel an Engagement in diesem Bereich, Potenzial und Fähigkeiten zu verschwenden.
Wenn schon die fehlende Anpassung an KI als Verschwendung von ‚Skills‘ betrachtet wird, wie wertschöpfend können dann unsere bisherigen Prozesse sein, die KI außer Acht lassen?
Die Notwendigkeit des Umdenkens:
Der Countdown läuft! Unternehmen, die KI nicht adaptieren, riskieren, von der Konkurrenz abgehängt zu werden. Die Möglichkeiten, die KI bietet, sind nahezu grenzenlos und erfordern ein Umdenken. Es reicht nicht mehr, bestehende Prozesse mit KI zu optimieren; es geht auch darum, unsere gesamten Geschäftsprozesse von Grund auf neu zu gestalten. KI stellt unser bisheriges Verständnis von Wertschöpfung in Frage.
Fazit
Technologische Durchbrüche haben stets unsere Sichtweisen und Praktiken geformt. KI ist in dieser Ära der Digitalisierung und Technologie keine Ausnahme. Sie fordert uns heraus, unser Verständnis zu überdenken und neue Wege zu gehen. Es ist entscheidend, nicht nur das grenzenlose Potenzial von KI zu sehen, sondern auch die richtige Philosophie und das richtige Mindset zu haben, um diese Chancen zu nutzen. Die Kernfrage in unserer Zeit lautet: Kann in der heutigen, von KI geprägten Welt, ein Geschäftsprozess ohne KI überhaupt noch wertschöpfend sein? Es ist an der Zeit, nicht nur diese Frage zu stellen, sondern auch aktiv Lösungen zu finden, mutig zu sein und das immense Potenzial der KI auszuschöpfen!